Warum eine Andreasstiftung?

Warum braucht die Andreasgemeinde eine eigene Stiftung neben dem Gemeindeaufbauverein und den Freunden und Förderern?

Gemeindefinanzierung

Eine großzügige Gemeinde

Das großzügige Geben hat in der Andreasgemeinde Tradition. Ohne die Millionen Stunden ehrenamtlicher Arbeit in den letzten Jahrzehnten hätte diese Gemeinde niemals die Buntheit und Qualität erreichen können, die sie heute auszeichnen. Auch das großzügige Geben von Geld hat Tradition.

  • Die erste Gabe ist die Kirchensteuer. Darüber hinaus ist es die sonntägliche Kollekte. Dann gibt es immer wieder Einzelspenden, oft für besondere Projekte. Zusammen mit Sonderzuweisungen der EKHN und Zuschüssen der Stadt Eschborn und des Main-Taunus-Kreises bilden diese Gelder die „Grundversorgung“ der Gemeinde. Daraus werden Gottesdienste, die Hauptpfarrstelle, die Stellen der Gemeindesekretärin und der Hausmeisterin, die Gebäudebewirtschaftung und -erhaltung, die verschiedensten Kreise und Angebote sowie Sonderprojekte und vieles andere mehr finanziert.

  • Im Jahr 1994 wurde der Verein zur Unterstützung des geistlichen Gemeindeaufbaus in der evangelischen Andreas-Kirchengemeinde Niederhöchstadt (kurz: Gemeindeaufbauverein oder GAV) gegründet, der zusätzliche hauptamtliche Mitarbeiter finanziert.

  • Im Jahr 2005 brachten 11 Gemeindeglieder privates Kapital auf und gründeten die Gemeinnützige Gesellschaft der Freunde und Förderer der Andreasgemeinde gGmbH. Mit dem Kapital werden vor allem große Projekte, die aus dem normalen Haushalt nicht finanzierbar sind, ermöglicht, so zum Beispiel der Kirchentag für neue Gottesdienste, JustGo 2006, sowie der Buch- und Kirchenladen 7. Himmel in Niederhöchstadt.

Die Stiftung

Regelmäßige und zuverlässige Gaben an die Gemeinde, den Gemeindeaufbauverein und die Freunde und Förderer sind unverzichtbar für die aktuelle und mittelfristige Arbeit. Die Stiftung ersetzt diese Finanzierungsinstrumente nicht, sondern sie ist die ideale Ergänzung und „4. Säule“ (siehe Grafik) zu den bestehenden Finanzierungsgremien.

Mit der Stiftung wird ein dauerhaftes Vermögen geschaffen, das verlässlich und berechenbar fortlaufend Ressourcen freisetzt. Stiftungskapital darf nicht angetastet werden, nur die Erträge aus der Anlage des Stiftungskapitals werden verwendet.

Eine Stiftung ist grundsätzlich „auf Ewigkeit“ angelegt. Solange ihr Zweck besteht, kann sie nicht aufgelöst werden. Solange es die Andreasgemeinde gibt, wird es auch die Andreasstiftung geben. So erweitern wir also nicht nur unsere finanziellen Möglichkeiten, sondern legen gleichzeitig einen Vermögensgrundstock für die nachfolgenden Gemeinde-Generationen an.

Langfristigkeit ist auch das Stichwort bei einem Blick auf die Entwicklung der Kirchensteuer. Wenn der derzeitige Trend sich fortsetzt, wird die Evangelische Kirche nach Einschätzung der EKD im Jahr 2030 ein Drittel weniger Kirchenmitglieder und nur noch die Hälfte der heutigen Finanzkraft haben. („Kirche der Freiheit – Perspektiven für die Evangelische Kirche im 21. Jahrhundert“. Ein Impulspapier des Rates der EKD.") Die Mittel, die von der Landeskirche kommen, richten sich nach der Zahl der Kirchenmitglieder, in unserem Fall also aller Bürger in Niederhöchstadt, die der Konfession nach evangelisch sind. Somit werden auch wir von den finanziellen Auswirkungen dieser Entwicklung nicht verschont bleiben.

Die Andreasstiftung ist das Instrument, aus eigener Initiative die gegenwärtige Gemeindearbeit und neue Angebote langfristig auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen, zu sichern und weiterzuentwickeln.